Eine Infografik beantwortet Fragen, die ein Käufer sonst in der Beschreibung suchen müsste: die Materialzusammensetzung, die Maße einer Tasche, den Lieferumfang, die Funktion eines Verschlusses. Typische Formen sind ein Foto mit Pfeilen zu beschrifteten Details, ein Freisteller mit eingezeichneten Maßen oder eine kurze Merkmalsliste neben dem Produkt. Sie wirkt, weil Käufer durch die Bilder blättern, bevor sie Text lesen.
Marktplätze behandeln hinzugefügte Grafiken unterschiedlich. Viele halten sie vom Hauptbild fern; manche erlauben sie nur auf späteren Galerieplätzen, manche erlauben Maße, aber keine Merkmalsaussagen, und manche erlauben auf keinem Produktbild hinzugefügten Text oder Grafiken. Aussagen in einer Grafik, etwa wasserdicht oder Bio, werden wie Angebotstext gelesen und müssen zutreffen und belegt sein.
Text, der auf einem Desktop-Bildschirm gut lesbar ist, verschwindet oft auf einem Smartphone, wo ein Galeriebild nur wenige Zentimeter breit ist. Eine brauchbare Infografik setzt auf wenige große Wörter, starken Kontrast und eine Botschaft pro Bild und lässt das Produkt das größte Element bleiben. In ein Bild eingebrannte Wörter werden mit dem Angebot nicht übersetzt, daher braucht ein Shop, der in mehreren Sprachen verkauft, eine Fassung pro Sprache.
