1. Ein neues Bild oder der Artikel im Regal
ChatGPT, Gemini und Midjourney sind Beispiele für allgemeine Bildgeneratoren. Sie sind dafür gebaut, auf eine Anfrage hin ein neues Bild zu erzeugen, und ein gutes Ergebnis ist eines, das überzeugend aussieht und zur Anfrage passt.
Ein Produktfoto wird an einem anderen Maßstab gemessen: Zeigt es den Artikel, der verschickt wird? Käufer vergleichen das Bild mit dem Paket. Ein verschobener Print, ein Logo mit einem veränderten Buchstaben oder ein Knopf, den das echte Kleidungsstück nicht hat, wird zur Retoure oder Beschwerde — ganz gleich, wie gut das Bild aussieht.
2. Was gleich bleiben muss
Bei einem Modeartikel tragen fünf Dinge seine Identität: der Print (Motiv, Größe, Farben und Platzierung), das Logo und jeder Text, Knöpfe, Reißverschlüsse und Taschen, die Farbe und der Schnitt — Länge, Ausschnitt, Ärmel und Passform. Wer nach dem Bild bestellt, erwartet jedes davon.
Ein Prompt beschreibt ein Produkt in Worten; ein Foto des Artikels zeigt es. Welches Tool das Bild auch erzeugt, das Ergebnis ist ein neues Bild, und nur ein direkter Vergleich mit dem echten Artikel zeigt, ob diese fünf Details erhalten geblieben sind.
3. Google Merchant Center: das verkaufte Produkt zeigen
Die Bildanforderungen von Google verlangen, dass das eingereichte Bild dem verkauften Produkt entspricht und die richtige Farbe, das richtige Muster und das richtige Material zeigt — und dass die richtige Variante zu sehen ist.
Für KI-generierte Bilder verlangt Google Metadaten, die sie als KI-generiert ausweisen, über das IPTC-Tag DigitalSourceType mit dem Wert TrainedAlgorithmicMedia, und bittet Händler, sie nicht zu entfernen. Solche Bilder werden in image_link, additional_image_link und lifestyle_image_link akzeptiert.
4. Amazon und Zalando: Personen und Verzerrungen
Amazon fordert Händler auf, Bildern mit fotorealistischen, vollständig von KI erzeugten Personen mit einem IPTC-kompatiblen Bildeditor das Metadaten-Schlüsselwort contains-synthetic-performer hinzuzufügen. Bilder realer Personen sind ausgenommen, auch wenn sie mit KI bearbeitet wurden.
Die KI-Bildrichtlinie von Zalando legt fest, dass synthetische Inhalte die redaktionellen und technischen Kriterien erfüllen müssen und dass Assets, die das Produkt nicht korrekt darstellen, abgelehnt werden können. Als nicht akzeptable Verzerrungen nennt sie unter anderem verzerrten Text, falsch platzierte Knöpfe, Artefakte in Logos und Details, die innerhalb eines Bildsets uneinheitlich erscheinen. Sichtbare Kennzeichnungen im Bild sind nicht erlaubt; Erkennungsdaten gehören in die Metadaten oder in ein unsichtbares Wasserzeichen.
5. Wofür sich ein allgemeiner Generator eignet
Anders liegt der Fall bei Bildern, in denen kein Artikel aus dem Lager wiedergegeben werden muss: ein Moodboard, ein Kampagnenkonzept, eine Hintergrundtextur oder ein Social-Media-Beitrag zu einem Thema. Dort ist ein überzeugendes neues Bild das Ziel.
Sobald ein Bild in ein Angebot kommt, zählt das Tool, das es erzeugt hat, weniger als die Prüfung, die es besteht. Die folgende Liste gilt für jedes KI-Produktbild, aus jeder Quelle.
Checkliste
- Den echten Artikel neben den Bildschirm legen und bei Tageslicht vergleichen, zuerst die Farbe.
- Print: dasselbe Motiv, dieselbe Größe und Platzierung; ein Rückenprint bleibt hinten.
- Logo und Text: jeder Buchstabe wie auf dem Artikel, an derselben Stelle.
- Knöpfe, Reißverschlüsse und Taschen: dieselbe Anzahl, an derselben Stelle.
- Schnitt: Länge, Ausschnitt, Ärmel und Passform wie beim Artikel, ohne Zusätze, die der Artikel nicht hat.
- Metadaten: die KI-Kennzeichnung nach dem Skalieren noch in der Datei; für Amazon contains-synthetic-performer, wenn das Bild eine KI-generierte Person zeigt.
Quellen
- Google Merchant Center Help — Image link [image_link]
- Google Merchant Center Help — AI-generated images
- eWeek — Amazon requires sellers to disclose AI-generated people
- Zalando Partner University — Image guidelines
Geprüft am 26. September 2026. Regeln ändern sich; maßgeblich sind die offiziellen Seiten.