1. Die Uhr reinigen und die Zeit stellen
Fingerabdrücke auf einem polierten Gehäuse und Staub unter dem Glas zeigen sich auf einem Nahfoto deutlicher als mit bloßem Auge. Wischen Sie Gehäuse, Glas und Armband mit einem Mikrofasertuch ab und fassen Sie die Uhr danach nur am Band oder mit Baumwollhandschuhen an. Bürsten Sie die Zwischenräume zwischen den Gliedern des Armbands aus, wo sich bei einem getragenen Stück Schmutz sammelt. Ziehen Sie eine Schutzfolie nur ab, wenn die Uhr ohne sie verkauft wird; bei einer neuen Uhr, die mit Folie verkauft wird, genügt ein Foto mit angebrachter Folie.
Stellen Sie die Zeiger vor dem ersten Foto. In der Uhrenfotografie gilt etwa zehn nach zehn als Konvention: Die Zeiger bilden ein V, das den Markennamen unter der Zwölf einrahmt und Datumsfenster und Hilfszifferblätter frei lässt. Ziehen Sie die Krone heraus, stellen Sie die Zeit, drücken Sie die Krone wieder hinein und schrauben Sie sie fest, wenn sie verschraubt ist. Die Zeiger eines Chronographen stehen auf null, und das Datum sitzt mittig im Fenster statt halb im Wechsel.
2. Das Glas bestimmt das Licht
Das Uhrglas verhält sich wie eine Linse: Es spiegelt alles, was ihm gegenübersteht. Stellen Sie die Uhr an ein Fenster, mit Licht von der Seite, und stellen Sie gegenüber, knapp außerhalb des Bildes, einen Bogen weißen Karton auf, damit das Glas eine gleichmäßig helle Fläche spiegelt statt der Decke oder des Raums. Ein dünner weißer Vorhang vor dem Fenster verwandelt einen harten Lichtreflex auf dem Gehäuse in ein weiches Lichtband, das seine Form nachzeichnet.
Das Handy selbst erscheint im Glas, wenn es direkt darüber gehalten wird. Neigen Sie die Uhr um einige Grad oder verschieben Sie das Handy leicht aus der Mitte und korrigieren Sie den Winkel, bis die dunkle Form vom Glas gleitet. Ein Sonnenschliff-Zifferblatt wechselt mit dem Winkel die Farbe; nehmen Sie mehrere Bilder aus leicht unterschiedlichen Winkeln auf und behalten Sie das, das der Uhr in der Hand am nächsten kommt. Lassen Sie den Blitz aus: Auf einem gewölbten Glas wird er zu einem weißen Fleck über dem Zifferblatt.
3. Das Zifferblatt, frontal und scharf
Die Frontansicht zeigt das Zifferblatt rechtwinklig zur Kamera. Halten Sie das Handy parallel zum Glas, die Linse über der Mitte des Zifferblatts; wird aus dem Kreis ein Oval, ist das Handy geneigt. Tippen Sie zum Scharfstellen auf den Markennamen, und treten Sie zurück und zoomen Sie leicht heran, statt das Handy nah zu halten, was das Gehäuse an den Rändern nach außen wölbt. Bei voller Vergrößerung auf dem Bildschirm sollten Aufdruck, Minuterie und Indizes scharf sein.
Es folgt eine Dreiviertelansicht: die Uhr um etwa ein Drittel gedreht, sodass Krone, Gehäuseflanke und Gehäusehöhe neben dem Zifferblatt erscheinen. Lassen Sie Band oder Armband in seiner natürlichen Rundung, geschlossen oder zusammengeklappt, gestützt von einem kleinen Stück Knetmasse oder einer Kartonrolle, die dahinter verborgen ist. Ein flach und offen liegendes Band wirkt wie ein Ersatzteil, nicht wie eine Uhr.
4. Profil, Krone, Schließe und Gehäuseboden
Drehen Sie die Uhr so, dass die Kronenseite im Profil zu sehen ist, mit der Linse auf Gehäusehöhe. Diese Ansicht zeigt die Gehäusehöhe, die Form der Bandanstöße, die Krone und eventuelle Drücker. Fotografieren Sie dann die Faltschließe oder Dornschließe, geschlossen und geöffnet, und die Innenseite des Bandes, auf der sich die Größe eines Lederbands und der Zustand seiner Löcher ablesen lassen. Ein in voller Länge ausgelegtes Armband zeigt die Zahl der Glieder, und daran erkennt ein Käufer, ob es passen wird.
Drehen Sie die Uhr für den Gehäuseboden um. Gravuren, eine Referenznummer, eine Seriennummer oder ein Sichtboden mit dem Werk dahinter sind das, was ein Käufer einer gebrauchten Uhr zuerst prüft. Licht, das von einer Seite flach über den Boden streift, macht Gravuren lesbar; Licht von vorn lässt sie flach wirken. Wer keine vollständige Seriennummer veröffentlichen möchte, kann einen Teil davon im Angebotsfoto abdecken.
5. Tragespuren, im selben Licht gezeigt
Bei einer gebrauchten Uhr gehört der Zustand zur Beschreibung. Fotografieren Sie Kratzer auf Lünette und Schließe, Spuren auf dem Glas, Abnutzung an den Kanten der Bandanstöße und am Band sowie jedes Verblassen des Zifferblatts oder der Leuchtmasse, jeweils als Nahaufnahme im selben Licht wie die Hauptfotos. Seitenlicht zeigt feine Haarkratzer, die frontales Licht verbirgt; drehen Sie die Uhr daher, bis die Spur auf dem Bildschirm sichtbar ist, bevor Sie auslösen.
Lassen Sie die Farben so, wie sie aufgenommen wurden. Ein Filter, der das Bild wärmer macht, verändert auch die Farbe eines Zifferblatts, eines Goldtons oder eines Lederbands, und genau danach wählen Käufer aus. Fotografieren Sie alles, was zum Verkauf gehört, zusammen: Box, Papiere, Ersatzglieder, ein zweites Band oder ein Werkzeug. Die Fotohinweise von Vestiaire Collective verlangen, dass keine Flüssigkeiten, etwa Pflegeprodukte für Uhren, auf den Fotos erscheinen.
6. Was Marktplätze für Uhren verlangen
Allegros Mode-Leitfaden zeigt Kleidung an einem Model und führt Uhren unter den Produkten auf, die im Vorschaubild, dem ersten Bild der Galerie, ohne Model gezeigt werden. Miinto verlangt für Uhren mindestens ein Bild, gegenüber mindestens drei für Kleidung, Schuhe und Taschen. Ein sauberes Foto der Uhr auf schlichtem Hintergrund deckt auf diesen Kanälen daher das erste Bild ab, und die übrigen Fotos ergänzen die oben beschriebenen Ansichten.
Eine Uhr wirkt im Bild klein, wenn sie es nicht ausfüllt. Lassen Sie einen Rand um Gehäuse und Band, aber nicht so breit, dass das Zifferblatt zu einem kleinen Objekt in der Bildmitte wird. Verwenden Sie jedes Foto so, wie das Handy es gespeichert hat: Kopien, die über eine Chat-App verschickt wurden, sind komprimiert, und feine Zifferblattschrift ist das erste Detail, das sich auflöst. HEIC-Dateien lassen sich mit dem kostenlosen Konverter in JPG umwandeln.
Checkliste
- Gehäuse, Glas und Armband gereinigt, mit Handschuhen angefasst
- Zeiger auf etwa zehn nach zehn, Datum mittig
- Weißer Karton gegenüber dem Glas, Handyspiegelung entfernt
- Zifferblatt frontal und scharf, dann eine Dreiviertelansicht
- Kronenseite, Schließe, Band und Gehäuseboden
- Jede Spur in Nahaufnahme, Farben unbearbeitet
Quellen
- Allegro — Rules for images in the gallery and in descriptions
- Miinto — Guidelines for products' images on Miinto (PDF, 2018); Miinto Integration help — Product Feed: Headers (24 September 2026)
- Vestiaire Collective Help Center — Seller: How to Take Great Photos for Your Listing; Listing an Item for Sale; Creating the Perfect Listing
Geprüft am 10. Oktober 2026. Regeln ändern sich; maßgeblich sind die offiziellen Seiten.
